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Die kleine Verkäuferin der Sonne

 Filmfoto: Die kleine Verkäuferin der Sonne

Originaltitel: La petite vendeuse de soleil
Senegal/ Schweiz/ Frankreich, 1999
Regie: Djibril Diop Mambéty
Drehbuch: Djibril Diop Mambéty
Kamera: Jacques Besse
Musik: Wasis Diop
Darsteller: Lissa Baléra, Tairou M’Baye, Oumou Samb u. a.
Produktion: Waka Films SA (Schweiz), Maag Daan (Senegal), Cephéide Production (Frankreich)
BJF-Empfehlung: ab 6 Jahren, FSK: o.A.
Stichworte: Mädchen, Behinderte, Dritte Welt, Arbeitslosigkeit, Fremde Kulturen, Kindheit, Krankheit
Länge: 45 Minuten, Dokumentarischer Spielfilm Farbe OmU

Sili ist etwa zwölf Jahre alt und kann nur mit zwei Krücken gehen. Sie kommt nach Dakar, weil sie für ihre blinde Großmutter sorgen und Geld verdienen muss. Eine Chance dazu wäre das Verkaufen von Zeitungen in den Straßen. Doch die Jungen der Stadt wollen sich ihr altes Vorrecht zunächst nicht nehmen lassen. Sili wird so heftig von ihnen angerempelt, dass sie stürzt und die Krücken meterweit von ihr wegfliegen. Nur mit großer Mühe kann sie sich wieder aufrichten. Doch sie lässt sich von diesem Zwischenfall nicht entmutigen und am nächsten Tag verkauft auch sie Zeitungen. Denn was für Männer gilt, muss auch für Frauen gelten …

Wie es der zarten und gebrechlich wirkenden Sili gelingt, schmerzhafte Augenblicke zu überstehen und sie mit der Hilfe eines neu gewonnenen Freundes lernt, sich durchzusetzen, ist bewegend und unvergleichlich in Szene gesetzt.

DIE KLEINE VERKÄUFERIN DER SONNE ist der zweite Teil einer geplanten Trilogie, mit der Regisseur Mambéty dem Mut der Straßenkinder die nötige Anerkennung zollen wollte. „Die Liebe der Kinder ermutigt mich, den Alten und Korrupten und jenen zu trotzen, deren Reichtum ihre eigene Seele nicht berührt.” Kurz nach den Dreharbeiten verstarb Mambéty am 23. Juli 1998 in Paris.

Auszeichnungen:
Hauptpreis der Internationalen Filmtage der Menschenrechte, Nürnberg 1999

Angaben zur DVD:
Die DVD-Fassung mit dem Titel “Kinderwelt – Weltkinder” enthält außer „Die kleine Verkäuferin der Sonne“ sieben weitere Filme zum Thema Kinderalltag in Afrika, Asien und Lateinamerika. Sprachen: Deutsch, Französisch