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Knowledge is the Beginning

 Filmfoto: Knowledge is the Beginning – Daniel Barenboim und das West-Eastern Divan Orchestra

Deutschland, 2006
Regie: Paul Smaczny
Kamera: Nyika Jancsó, Michael Boomers, Yoram Millo
Schnitt: Steffen Herrmann
Musik: Peter Tschaikowski; Robert Schumann; Ludwig van Beethoven; Claude Debussy
Produktion: EuroArts International, ZDF, arte
BJF-Empfehlung: ab 12 Jahren, FSK: ab 6
Stichworte: Jugend, Musikfilm, Politik
Länge: 115 Minuten, Dokumentarfilm Farbe OmU

„Wir müssen die Mauern in unseren Köpfen brechen und einander verstehen“, sagt ein junges Mädchen aus Ramallah. So ähnlich würde vermutlich auch der politisch engagierte Dirigent Daniel Barenboim sein Ziel beschreiben. Zusammen mit dem palästinensischen Literaturwissenschaftler Edward Said setzt er sich durch gemeinsame Konzerte jüdischer und arabischer Musiker im Rahmen des von den beiden 1999 begründeten „West-Eastern Divan Orchestra“ für eine Annäherung der verfeindeten Volksgruppen im Nahostkonflikt ein. Seit sein enger Freund Said im September 2003 gestorben ist, kämpft er allein dafür weiter. In dem Orchester spielen junge Musiker aus Israel, den palästinensischen Autonomiegebieten, Libanon, Ägypten, Syrien und Jordanien zusammen. Nach den jeweiligen Probenphasen und Konzertreisen kehren die Jugendlichen in eine Welt zurück, die geprägt ist von Bombenanschlägen und militärischen Übergriffen und in der die Menschen aus den jeweils anderen Ländern meist als Feinde gelten. Es sind große Anspannungen, die sie bei ihrer Arbeit aushalten müssen, denn die politisch verfahrene Situation ist immer präsent und prägt die Diskussionen abseits der Proben. Aber das gemeinsame Ziel schafft eine ganz eigene Form des Dialogs jenseits aller ideologischen Grenzen.