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Tommys Inferno

Filmfoto: Tommys Inferno

Norwegen, 2005
Regie: Ove Raymond Gyldenås
Drehbuch: Ove Raymond Gyldenås
Kamera: Jon Gaute Espevold
Schnitt: Sophie Hesselberg
Musik: Ginge Anvik
Darsteller: Eirik Evjen, Anine Eckhoff, Mehran Iqbal, Linn Skåber, Atle Antonsen u.a.
Produktion: Friland AS
BJF-Empfehlung: ab 14 Jahren, FSK: ab 12
Stichworte: Liebe, Religion, Jugendkultur, Jugend
Länge: 95 Minuten, Spielfilm Farbe OmU

Tommy und Maria sind schon seit einiger Zeit ein Paar und Maria will nicht mehr immer nur knutschen, sondern endlich mit ihrem Freund ins Bett. Aber für Tommy gibt es Sex erst nach der Hochzeit. Der Junge ist Messdiener und will sich streng an die Gebote der Kirche halten. Schließlich war sein verstorbener Vater Priester. In Tommys Umgebung gibt es wenig Verständnis für so viel Zurückhaltung. Seine Mutter pflegt einen eher lockeren Lebenswandel, sein bester Freund, der chaotische Ahmed, ist schon allein aus Protest gegen sein streng muslimisches Elternhaus ständig auf der Suche nach einem sexuellen Abenteuer. Dafür lässt er sich einiges einfallen. Nachdem Maria wieder einmal vergeblich versucht hat, Tommy zu verführen, macht sie frustriert Schluß mit ihm. Jetzt geht Tommy aber wirklich durch die Hölle, denn bald darauf ist Maria mit Daniel zusammen, der allseits beliebten Sportskanone der Schule. Zwar versucht Tommy, mit anderen Mädchen zu flirten, aber die merken recht bald, dass er nur seine Ex eifersüchtig machen will. Als Maria und Daniel gemeinsam von der Schulparty verschwinden, rast Tommy vor Eifersucht. Als er die Beiden heimlich beim Sex beobachtet, bricht für ihn eine Welt zusammen. Aber damit hat für Tommy sein Höllenfeuer noch lange nicht überstanden …

Tommys Inferno geht auf völlig neue Weise mit Themen wie Sex, Moral und Religion um: frech, ohne billigen Klamauk, aber trotzdem komisch, etwas überdreht, aber den­noch wie frisch aus dem Leben gegriffen. Dafür wurde der Film mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, u. a. mehrfach als bester Jugendfilm des Jahres 2005.